
Ablauf
Für unsere Diagnostik halten wir uns an die S3-Leitlinien, um die Qualität nach dem aktuellen Stand der Forschung zu gewährleisten. S3-Leitlinien sind die höchste Stufe der evidenzbasierten medizinischen Leitlinien in Deutschland. So gibt es auch nach der S3-Leitlinie einen Goldstandard für die Diagnostik von ADHS oder auch Autismus.
ADHS-Diagnostik
1.Erstgespräch & Screening
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Aktuelle Symptome
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Psychosozialer Kontext
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Komorbiditäten
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Familienanamnese
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Standardisierte Screeningverfahren: HASE (Homburger ADHS-Skalen für Erwachsene), d2-R
2. Vertiefende Diagnostik
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WAIS-IV (Wechsler Adult Intelligence Scale – Fourth Edition): Aufdecken typischer ADHS-Muster
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CFT (Culture Fair Test): Ergänzende Erfassung der fluiden Intelligenz, um kognitive Grundfähigkeiten unabhängig von Sprache und Bildung zu bewerten
3. Befundgespräch, Beratung, Therapieplanung
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Abschließendes Befundgespräch: Besprechung aller Testergebnisse, verständlich und transparent.
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Individuelle Beratung: Einordnung des Befunds im Alltag sowie Klärung offener Fragen zu ADHS und möglichen Begleitfaktoren.
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Therapie- und Maßnahmenplanung: Empfehlungen zu geeigneten Behandlungsschritten – z. B. Psychotherapie, Medikation
Autismus-Diagnostik
1. Erstgespräch & Screening
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Aktuelle Symptome
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Psychosozialer Kontext
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Komorbiditäten
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Familienanamnese
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Standardisierte Screeningverfahren: AQ (Autism Spectrum Quotient)
2. Entwicklungs- oder biografische Anamnese
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Einbezug einer Fremdquelle (z. B. Eltern, Geschwister, Partner).
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Strukturierte Interviews (z. B. ADI-R, MBAS): Standardisierte Erhebung der Entwicklungs- und Verhaltensgeschichte aus Sicht nahestehender Bezugspersonen, um frühe Entwicklungsmerkmale zuverlässig einschätzen zu können.
3. Vertiefende Diagnostik: ADOS-2
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Strukturiertes Testverfahren (ADOS-2): Goldstandard zur Einschätzung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS): beobachtet soziale Kommunikation, Interaktion und Verhalten systematisch.
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Klinischer Gesamteindruck: Zusammenspiel mit Anamnese, Vorbefunden und Interviews.
4. Befundgespräch, Beratung, Therapieplanung
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Abschließendes Befundgespräch: Verständliche Zusammenfassung aller Ergebnisse (Tests, Interviews, Beobachtungen) sowie Einordnung des Autismusprofils.
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Individuelle Beratung: Klärung offener Fragen, Besprechen der persönlichen Stärken, Herausforderungen und alltagsrelevanten Unterstützungsbedarfe.
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Therapie- und Unterstützungsplanung: Empfehlungen zu geeigneten Maßnahmen – z. B. Psychoedukation, Sozialkompetenztraining oder alltagsstrukturierende Hilfen – abgestimmt auf die individuelle Lebenssituation.
Befundbericht: Was nun?
Therapien und Medikation
Der Schwerpunk der Praxis liegt auf der klinisch-psychologischen Diagnostik. Therapeutische Gespräche biete ich daher nur in ausgewählten Einzelfällen an. In entsprechenden Fällen ist eine Weitervermittlung an passende Therapeutinnen und Therapeuten sinnvoll, um eine kontinuierliche und langfristige Behandlung zu gewährleisten.
Nach Abschluss der Diagnostik können Sie den Befundbericht beim Facharzt oder – je nach Situation – auch beim Hausarzt vorlegen, um eine mögliche medikamentöse Behandlung zu besprechen. In begründeten Ausnahmefällen kann auch ein Privatrezept zur Medikation ausgestellt werden.